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Grazer Pub: Konkurs wegen Rauchverbots. Seriously?

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Heute gab es auf ORF Steiermark einen Artikel, wonach das Irish Pub "Molly Malone" den Betrieb einstellt. Als Insolvenzgrund wird das bevorstehende gesetzliche Rauchverbot angegeben.

Das halte ich für eine Ausrede.

Erstens ist das Rauchverbot noch nicht aktiv, deshalb kann niemand voraussagen, was es für das Molly Malone bedeuten wird. Zweitens ist die Pub-Kultur der Iren und Engländer als auch die Bar-Szene im Tabak-verliebten Frankreich ("Le tabac blond ou brun?") auch nicht verschwunden. Ganz im Gegenteil.

Ich selber mochte die Speisekarte vom Molly Malone. Die Auswahl an Fingerfood war groß, die Burger waren wirklich gut (wenn auch nicht die besten der Stadt), die Spare-Rips ebenfalls ein Renner.

Der Grund, weshalb ich so selten das Molly Malone besuchte war gerade dieser verdammte Zigarettenrauch. Das Nichtraucher-Kaminzimmer im hinteren Bereich konnte nur als schlechter Alibi-Witz betrachtet werden. Beim Durchgehen durch das Lokal war man bereits komplett verstunken, bevor man das Nichtraucherzimmerl erreichen konnte. Die Sitzgelegenheit zum Essen war hinten sehr mies. Kein Vergleich zu den normalen Tischen und Sesseln im verstunkenen Hauptlokal.

Im Sommer konnte man durchaus in den dazugehörigen Gastgarten am Färberplatz gehen, wenn man nicht unbedingt das Pech hatte, dass am Nebentisch qualmende Gäste sitzen.

Eine vorauseilende Insolvenz wegen dem zukünftigen Rauchverbot kann ich beim besten Willen nicht glauben. Da ist etwas anderes im Busch.

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