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Buch-Kritik: »Der Richter und sein Henker« von Friedrich Dürrenmatt

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In einem Podcast zu Kriminalfällen gab es eine Referenz auf den Kriminal-Roman »Der Richter und sein Henker« von Friedrich Dürrenmatt. Ich fand das eBook zum Ausborgen auf OpenLibrary und las es.

Was mich sogleich faszinierte war der überaus lyrisch-schöne Umgang von Dürrenmatt mit der deutschen Sprache. Es war mir eine Freude, den Formulierungen zu folgen, die die Handlungsbilder im Kopf ohne große Mühe entstanden haben lassen. Seit Wolfgang Haas »Verteidigung der Missionarsstellung« hatte ich kaum solch eine Freude mit gelesener Sprache.

Doch nicht nur die handwerkliche Machart fesselt in diesem Roman. Wenn man ohne großer Kenntnis über den Inhalt durch das Werk geht, freut man sich über großartige Handlungswenden und zum Nachdenken anregende philosophische und ethische Fragestellungen. Über letztere wurden vermutlich schon viele wissenschaftliche Abhandlungen geschrieben.

Die knapp über hundert Buchseiten lesen sich schnell und machen Lust auf mehr Dürrenmatt.

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