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Vancouver: Granville Island

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Heute hat es wieder geregnet. Und das scheint hier im Herbst, Winter und sogar Frühjahr das übliche Wetter zu sein. Für diesen Fall hab ich natürlich einen Schirm mitgenommen. Das hat sich aber leider als die falsche Strategie herausgestellt, weil es in Vancouver bei Regen oft starken Wind gibt. Man ist daher besser mit regenfesten Schuhen und einer guten Regenjacke mit Kapuze unterwegs.

Nun denn. Mit meinem Schirm machte ich mich zu Fuß auf in Richtung Granville Island. Am Weg dorthin durch die komplette Downtown ging ich mal zu einer Nebenstraße. Das bedeutet in diesem Fall, dass es statt vier Fahrspuren nur zwei und etwas weniger hohe Wolkenkratzer gibt :-)

Dort suchte ich mir einen Japaner aus: Mr. Sushi. Lunchbox D war meine Wahl. Da das jetzt schon mein zweiter Japanerbesuch hier war, weiß ich schon etwas besser, wie das da so abläuft. Man bekommt als erstes ungefragt ein Häferl mit Tee hingestellt. Das geht fast schneller, als man zum Sitzen kommt. Die Suppe bekam ich heute sogar ohne einen Löffel. Nun, die Miso-Suppe kann man auch sehr gut durch Trinken zu sich nehmen. Wieder einmal fand ich Sushi äußerst schmackhaft und auch das Sashimi war genial.

Back on street ging's wieder weiter. Immer wieder sieht man Obdachlose auf den Straßen. Für eine Stadt mit so vielen Großverdienern - Porsches, Hummer, Mercedes, Audis (sogar ein aufgemotzter(!) R8) überall - ein arger Kontrast.

Die Vancouveraner sind sehr freundlich. Wurscht wo ich war, wenn ich was wissen musste, hab ich gefragt. Und immer eine sehr freundliche und brauchbare Antwort bekommen. Sehr angenehm. Und viele haben gleich meinen Akzent bemerkt und waren interessiert, wo ich denn herkomme (ich sagte ja, dass mein Englisch schon viel besser war). Bei so einem Kurzgespräch habe ich heute übrigens auch mal erfragt, ob die Leute hier ebenfalls zu Asien "Osten" sagen. Und ja, wenn die Canadier nach Asien fliegen, fliegen sie nach Westen in "den Osten" :-) Find ich witzig. So kann man also auch das Ende der Welt definieren ...

Was ich ebenfall erfahren habe war, dass der Food Court, wo ich am Dienstag nach dem Kamerakauf mir das Knorpeldingsbums schmecken habe lassen, einer der besten Adressen für authentisches asiatisches Essen ist. Also hat sich der Umweg zum Kamerakaufen doppelt ausgezahlt :-) Das war übrigens das Aberdeen Centre (SkyTrain-Station Aberdeen), falls es wer suchen will.

Nun, nach dem langen Marsch und der langen Granville St. Bridge kam ich dann bei der Granville Island an. Die ist nicht wirklich eine Insel, wird aber so genannt: sie hat nur an einer schmalen Stelle Verbindung zum Festland. Vormals ein heruntergekommenes (Industrie-) Viertel ist es heute ein Musterbeispiel von Revitalisierung und wurde dafür zum Beispiel auch schon mal als One of the World's Great Places bezeichnet!

Hier gibt es alles Mögliche! Ich war gleich mal in einem Tauchschop und hab mich mit dem Besitzer (ursprünlich aus Holland) länger über das Tauchen und Unterschiede zu uns daheim unterhalten. Das Jacket heißt hier zum Beispiel BCD. Viele Teile sind hier billiger als bei uns. Als persönliches Souvenir und zur weiteren Vervollständigung meiner Ausrüstung gönnte ich mir ein cooles Tauchermesser. Ab nun aufgepaßt, ihr Fischleinen!

Lauter kleine Shops überall. Bunt gemischt. Handwerkliche Kunst, Souvenirs, Fischläden, Restaurants aller Art, ...

Schließlich ging ich in eine größere Halle rein und ... wow ... war mitten in einem voll geilen Markt! Obst, Fisch, Gemüse, Würste, Säfte, Souvenirs, Käse, Marmeladen, Nudeln, Gewürze, Papierschneidkünstler, und und und. Klarerweise gab es hier auch einen Food Court :-) Bei dem hab ich mir eine buttered oyster gekauft. Austern wollte ich schon immer probieren. Dabei saß ich am Fenster (eher Glaswand) mit einer fantastischen Aussicht auf Vancouver Downtown und die mächtige, alles überragende Granville Bridge, die mitten durch/über Granville Island geht. Dabei hab ich wieder ein Paper weitergelesen, das ich beim Japaner begonnen hatte.

Tja, nach etwas Shopping fuhr ich dann diesmal wegen dem Regen doch mit dem Bus zurück. Dazu musste ich in die Gegenrichtung zum Broadway (da war ich ja schon mal). Von Downtown dann heim und in zwanzig Minuten kommt Keith vorbei, damit wir etwas essen und trinken gehen.

So, das war's soweit für heute. Wieder viel erlebt und viel gesehen in dieser tollen Stadt.

http://karl-voit.at/temp/suderei/2009-11-06_Vancouver_Grandville_Island.png"

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