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Die Möglichkeit, dass man falsch liegt, muss man sich offenhalten

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Ich habe mal die erste Sequenz vom 34C3-Interview von Tilo Jung mit fefe herausgeschrieben, da ich es sehr wichtig finde, das hervorzuheben:

Zu jedem Thema muss es einen Punkt geben, wo mir Fakten gezeigt werden, die mich meine Meinung revidieren lassen.
[...]
Was müsste ich jetzt beobachten, [...] damit ich es anders sehe, als ich es gerade gesagt habe.
[...]
Das ist die absolute Grundfrage im Leben.
Zu allen Sachen muss man sich immer fragen "Ist es hier gerade eine Religion?", ist es eine Aktion, was ich glaube und es ist halt so oder hebe ich mir das als Möglichkeit auf zu sagen "Oh, da habe ich mich geirrt.".
Und ich finde, man muss sich das immer als Möglichkeit offen halten zu sagen "Oh, da habe ich falsch gelegen". Man liegt ja ständig falsch. Ich liege ständig falsch. Ich versuche das zu minimieren aber ich betrachte es als deutlich besser falsch zu liegen als falsch zu liegen und es nicht zu merken und es nicht wahrhaben zu wollen. Das finde ich absolut Horror.

Das ganze Interview ist eine Stunde zwanzig lang, die ich durchaus lohnend empfand:

In einem Toot habe ich darüber geschrieben:

Das Bestreben von fefe, sich die Möglichkeit eines Irrtums ständig freizuhalten, finde ich nachahmenswert. Da muss ich mich selber vermehrt daran orientieren.

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