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Aristoteles und seine Meinung zur Demokratie

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Gestern habe ich ein wenig über Sokrates, dem griechischen Philosophen gelesen. Abgesehen von einer gewissen Seelenverwandtschaft zwischen ihm und mir fand ich sein Leben wirklich beachtlich.

Über die üblichen Wikipedia-Sprünge kam ich dann zu Sokrates' Schüler Platon und weiter zu dessen Schüler Aristoteles. Dieser hat eine bemerkenswerte Aussage über die Kategorie der Demokratie gemacht:

Anzahl der Herrscher legitime Herrschaft illegitime Herrschaft
Einzelherrschaft Monarchie Tyrannis
Gruppenherrschaft Aristokratie Oligarchie
Mehrheitsherrschaft Politie Demokratie

Demokratie ist demnach eine illegitime Herrschaft. Soso.

Nun gibt es natürlich auch andere Einteilungen der selben Kategorien wie beispielsweise von Polybios.

Dazu muss man sagen, dass im damaligen Griechenland die Volksvertreter gelost wurden. Wahlen kamen erst viel später.

Nichtsdestotrotz ist der Artikel über Politie durchaus interessant:

Die Politie (griechisch πολιτεία politeía) ist laut Aristoteles die Bezeichnung für ein Gemeinwesen, das von den Vernünftigen bzw. Besonnenen seiner Mitglieder gelenkt und geleitet wird. In Aristoteles’ Politik gehört die Politie zu den guten Herrschaftsformen, sie ist die legitime Mehrheitsherrschaft.

Ebenfalls interessant hierzu die Aussage, wonach in der modernen, europäischen Geschichte die Wahlen in Frankreich eingeführt wurden, um das Volk zwar Mitsprache zu ermöglichen, die weiterhin durch die Aristokratie gesteuert und kontrolliert wurde. Wahlen als Unterdrückung sozusagen. Darüber las ich vor ein paar Monaten, finde aber leider die Quellen nicht mehr. Schreib´ mir einen Kommentar, wenn du hier etwas kennst.

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