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BarCamp Graz 2015

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Es warat wegen der zweiten Regel ...

Dieses Wochenende war wieder BarCamp in Graz. Diesmal zum glaube ich siebenten Mal, noch größer, neues Catering (mit totem Tier! :-), neuer Zentralraum, mehr Session-Camps, mehr Leute, weniger Apple-Fetischismus.

Am Freitag war ich nicht, dafür aber Samstag und Sonntag die ganze Zeit.

Der Samstag begann für mich mit einem "Vortrag" von Markus Barta, der eigentlich eine (sehr gut gemachte) Werbung für seine bytepoets war. Er übergab dann an Chris(?), der über interessante Ansätze referierte, wie er sich mit einem Team bei einem Workshop mit Kunden in eine fremde Domäne eingearbeitet hat.

Danach war ich bei BRIGHT Datenmanagement Framework von Matthias Rella. Er hat da einen interessanten Ansatz zu einem Framework, der bislang nur als grobes Konzept existiert. Es geht prinzipiell um einen verteilten Synchronisationsmechanismus für RDF-Daten. Ich fand etliche Parallelen zu bereits existierenden Lösungen, die man eventuell dafür anpassen kann aber vielleicht habe ich das Konzept nur noch nicht durchschaut. Dafür, dass er erst am Anfang steht, hat er schon sehr professionell eine Webseite und einen Flyer präsentiert.

Martin Strohmayer berichtete danach über seine Erfahrungen mit Kindle Direct Publishing mit seinem Raspberry Pi-Buch. Erstaunlich, wo Amazon da Geld abzwackt und mit welchen technischen und finanziellen Optimierungen man seinen schmalen Profit maximieren kann.

Eine Gruppe von der CryptoParty Graz brachte einen interessanten Vortrag zum Thema Usability von Security. Die entstandene Diskussion war sehr lässig.

Danach war ich mit einer Session dran. Mit "Decentralization: Leben ohne Cloud" wollte ich die meiner Meinung nach stark Cloud-lastigen BarCamp-Teilnehmer provozieren und mit ihnen eine Diskussion (ohne Präsentation) über das Thema führen. Zu meiner Überraschung war allerdings die Mehrheit der Teilnehmer selber skeptisch gegenüber der Cloud eingestellt. Trotzdem genoss ich wieder mal die entstandenen Gespräche.

Das Kontrastprogramm dazu war dann eine Session zum Thema "Tools für Firmen". Hier ging es wiederum extrem Cloud-lastig zu. Offenbar existieren viele (kleine) Firmen, die wesentliche Geschäftsprozesse komplett in die Hand von Cloud-Diensten legen. Die Wahrung der Geschäftsgeheimnisse oder andere Datenschutz-Bedenken scheinen da kaum relevant zu sein. Ein Teilnehmer meinte dazu nur, dass er keinerlei Anlass oder Druck kennt, ihn nicht auf Cloud-Dienste setzen zu lassen.

Am Sonntag gab es nach dem Frühstück vom ausgezeichneten Catering noch drei Sessions. Ich brachte mich wieder mit einer Session ins Spiel, wo ich meinen Workflow zum Fotoverwalten live demonstrierte: extrem effizient, zukunftssicher und ohne Cloud. Die Teilnehmer waren sehr interessiert und ich hoffe, Einigen damit zu neuen Anstößen verholfen zu haben.

Anschließend war ich in einer Diskussionssession zum Thema was man an Universitäten verbessern kann. Es wurde klar festgestellt, dass in der Ausbildungsschiene (inklusive Schulsystem) einige Mängel herrschen, wo junge Menschen vorbei an den Anforderungen mit unnötigem Wissen vollgestopft werden. Es mangelt aber auch an Eigen-Engagement bei Studierenden als auch beim Lehrpersonal.

Jogi hat zum Anschluss eine Session zum Thema statische Webseitengeneratoren gemacht. Er berichtete von Pelican, das er für seine eigene Webseite einsetzt. Ich machte mich dabei mit lazyblorg wichtig - ein statischer Webseitengenerator, den ich selber programmiert habe. Die Diskussion ging dann aber auch auf eine Meta-Ebene, wie man denn eine Strategie definieren kann, um vom Publishing-Tool unabhängig zu bleiben.

Wie üblich war das Wochenende erschöpfend aber auch bereichernd. Viele nette Gespräche mit vielen netten Leuten, ein lässiges Community-Klassentreffen halt.

Nächstes Wochenende geht es mit den Grazer Linuxtagen weiter, wo ich gleich drei Vorträge halten darf. Man sieht sich!

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