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Drittes Service von Winora T3 und eine Zwischenbilanz

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Nach sechs Monaten und ungefähr weiteren dreieinhalbtausend Kilometern wurde bei meinem eBike ein Kettenwechsel fällig. Meine Kettenlehre zeigte mir an, dass es Zeit wird.

Service

Mein Fahrradmechaniker des Vertrauens musste eine besonders lange und dünne Kette bestellen, damit sie zu meiner 10er-Kassette hinten und dem 46er-Blatt vorne passt. Die kostete mich dann 45 Euro.

Doch nach dem Wechsel musste ich feststellen, dass mein kleines 11er-Kranzl hinten nur noch durchrutscht und das nächst größere ebenfalls nur grenzwertig funktioniert.

Also nochmal zum Schnabl, der dann meinte, dass wir die hintere Kassette komplett wechseln müssen. Schon wieder.

Er bestellte mir dann nach seiner Empfehlung eine "normale" Kassette, da diese im Gegensatz zu den teuren Modellen zwar schwerer sind aber dafür länger halten, da konservativere und härtere Materialien verwendet werden.

Weitere sechzig Euro später muss ich sagen, dass der Antrieb nun wieder super funktioniert.

Eine kurze Internetrecherche ergab, dass Fahrradketten typischerweise tausend bis fünftausend Kilometer durchhalten. Die hintere Kassette wird typischerweise beim dritten Kettenwechsel mitgewechselt.

Bei meinem eBike wird sehr viel auf dem 11er-Blatt gefahren und es wirken durch den Mittelmotor größere Kräfte auf die wegen der 10er-Kassette dünnere Kette. Ich schätze das ist der Grund, weshalb die Kassette früher gewechselt werden muss. Allerdings nach wie vor seltsam finde ich, dass die Kette immer nur gemeinsam mit den Zahnkränzen kaputt wird und nicht schon wesentlich früher.

Naja.

Zwischenbilanz

Nach mehr als einem Jahr habe ich also für das eBike inklusive allem Zubehör (Schlösser, Ersatzteile, ...) fast 3200 Euro an Material gezahlt. Hundertvierzig Euro flossen in Arbeitszeit von drei Services. Beinahe dreihundert Euro kostete mich die nutzlose Fahrradversicherung. Das ergibt insgesamt also über 3500 Euro an Gesamtkosten bislang.

Deshalb ist es durchaus willkommen, dass ich seit Kurzem durch Korrekturen an der Berechnungsformel auch ein Pendlerpauschale beziehen kann. Die deckt dann auf alle Fälle meine laufenden Kosten vom eBike inklusive eines neuen Akkus alle paar Jahre.

Mit den bislang ungefähr 7000 gefahrenen Kilometern ergibt das einen Kilometerpreis von fünfzig Eurocent. Jedoch wird mein eBike sicher noch etliche Kilometer mehr durchhalten. Ohne Anschaffungskosten sind es zwölf Eurocent pro Kilometer. Die Stromkosten sind hier nicht eingerechnet aber bei einem kalkulatorischen Preis von unter zehn Cent für eine Vollladung fällt das in Relation kaum ins Gewicht.

Es macht mir nach wie vor Spaß, mit dem eBike zur Arbeit zu radeln. Nach wie vor stört es mich, wenn ich mal mit dem Bus fahren muss. Mit der richtigen Ausstattung für Herbst/Winter und Frühling/Sommer ist es für mich keine Bürde, sondern ein Gewinn.

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