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Microsoft OneNote

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Microsoft lässt aufhorchen, da es Microsoft OneNote für Windows und OS X gratis weitergibt.

OneNote ist wirklich sehr gut aber leider langfristig ein absolutes No-Go. Dieser Beitrag hier erklärt weshalb.

Ich beschäftige mich mit Personal Information Management (PIM) seit etlichen Jahren und hatte auch das Vergnügen, etwas Grundlagenforschung zu machen: tagstore entstand dabei als praktisches Nebenprodukt meiner Doktorarbeit.

Microsoft OneNote ist aus PIM-Sicht so gut wie perfekt. Das muss ich neidisch festhalten. Tolle, multi-lineare Organisationsmöglichkeiten, sehr gute Zeichenerkennung (OCR), zumindest in Windows perfekt integriert, brauchbare Suchfunktion, und und und.

Aber: leider sind alle Daten und die komplette Arbeit, die man in OneNote reinsteckt langfristig komplett verloren: Proprietäres Speicherformat und prinzip-bedingt keine ernstzunehmende Export-Möglichkeit (OneNote ist hoch interaktiv; jedes angebotene Export-Format ist quasi-statisch) lassen nur diesen Schluss zu. Vendor lock-in par excellence.

Insofern kann ich davor nur warnen: nur verwenden, wenn einem vollauf bewusst ist, dass mit einem Systemwechsel (zum Beispiel zu Linux) oder der Einstellung von OneNote (passiert früher oder später garantiert) alle Daten verloren sind.

Weiters kann man nicht wirklich eigene Workflow-Erweiterungen[1] rund um OneNote basteln.

Schade eigentlich.

[1] Meine github-Repos -> Repos mit "org" im Namen/Beschreibung sind rund um meinen Org-mode gebastelt.

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