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Bei Apple geht's nun auch bei Hardware bergab

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Nachdem ich mich vor einiger Zeit über aus meiner Sicht negative Entwicklungen bei Apples OS X ausgelassen habe, muß ich seit dem letzten Hardwareupdatetermin letzter Woche auch beobachten, dass es hier bei Apple auch negative Tendenzen gibt.

Apple hat beschlossen, bei der neuen Notebook-Serie das Styling auf das neue Alu-Schwarzglas-Design zu vereinheitlichen. Nun gut, über Geschmack läßt sich nicht streiten aber mir gefällt das nicht so sehr. Ärgerlicher ist in jedem Fall, dass Apple bei den MacBooks auf FireWire (IEEE1394) gänzlich verzichtet. Hier gibt es schon die unausweichlichen und genauso sinnlosen Proteste und Petitionen.

Doch davon hat sich Apple noch nie beeindrucken lassen. Die Ära FireWire geht offenbar zu Ende, auch wenn die MacBook Pro-Modelle weiterhin FireWire (FW800) anbieten, wenn auch nur mit einer Schnittstelle (statt wie bisher mit zwei).

Sehr schade drum! FireWire war eine sehr gute Innovation und wurde leider von USB überrollt. Dabei ist FW400 in der Praxis um Einiges schneller als USB2.0 und es belastet den Rechner weitaus weniger. Wer einen größeren Datenbestand auf externe Festplatten kopiert hat, der weiß, wovon ich spreche.

Weiters praktisch war der Target Disk Mode, mit dem man sehr einfach Reparaturen durchführen konnte oder auf Problemrechnern OS X installieren. Das war ein sehr geniales Alleinstellungsmerkmal der Apple-Rechner.

Umso ärgerlicher ist, dass Apple zwar auf FireWire verzichtet aber dafür keinen entsprechenden innovativen Ersatz mitbringt. Die neue eSATA-Schnittstelle wäre aus meiner Sicht nur allzu passend gewesen.

Ein weiterer Trend am Markt wurde nun endgültig bei Apple ohne Kompromiss eingeführt: spiegelnde Displays. Tja, ein jeder, der vor so einem Kasten mal gearbeitet hat, weiß, was er davon halten soll. Für mich ist das ein Ausschlußkriterium, da ich meinen Arbeitsplatz nicht vom Notebook diktieren lassen will. Arbeiten am Fenster (zum Beispiel im Zug) ist damit nicht mehr wirklich witzig. Das finden viele andere Leute auch nicht so toll, wie man sieht.

Die Notebook-Festplatten lassen sich nun deutlich einfacher wechseln als zuvor. Das kann ich als leidgeprüfter iBook-HDD-Wechsler nur begrüßen. Allerdings sind ab nun die Akkus der Notebooks nicht mehr so einfach entnehmbar wie früher. Gottseidank hat Apple wenigstens die Hardware-Akkustandsanzeige außen belassen.

Als Ergänzung zu den Notebooks kam ein neuer 24"-TFT dazu. Ebenso glänzend. Dieser überteuerte Monitor kann nur an den neuen Apple-Notebooks betrieben werden (kein DVI!) und ist nach wie vor nicht einmal höhenverstellbar. Nö, wieder nix für mich.

Die meiner Meinung nach tolle Serie der Mac Mini scheint nun endgültig dem Aussterben preisgegeben zu werden. Seit deutlich über einem Jahr kein Update mehr. Neben der veralteten Ausstattung ist auch der Preis nicht mehr wirklich konkurrenzfähig. Und es gibt derzeit keine Anzeichen, dass sich da etwas ändert. Sehr schade.

Zusammenfassend muß ich feststellen, dass nun aus meiner Sicht nun auch die Apple-Hardware am absteigenden Ast ist. Der Unmut in der Apple-Gemeinde steigt von Pressemeldung zu Pressemeldung. Ich denke, Apple verspielt sein Image und seine Innovationskraft derzeit ein wenig zu arrogant.

Schade.

Aber das bestärkt mich nur bei meiner Entscheidung für ein Dell E4200 oder ein Lenovo X200(s).

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