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Westenthaler und sein Verständnis für Strafen

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Peter Westenthaler meinte heute in der ORF Pressestunde, dass der Inzestfall von Amstetten nach härterer Bestrafung schreit.

Er meint, dass das Strafmaß bis lebenslänglich - und sofern das Maximum verhängt wurde auch nicht kürzer - sein soll. Weiters sollen Sexualstraftäter sich nicht in der Nähe von Familien ansiedeln dürfen, keine Arbeit annehmen dürfen, wo Kinder in irgendeiner Art und Weise beteiligt sind. Noch dazu ist er für eine offengelegte Sexualstraftäterdatenbank.

Sexualstraftäter, die verurteilt worden sind und ihre Strafe hinter sich gebracht haben, dürfen nicht mehr in unsere Gesellschaft integriert werden meint er weiters. Außerdem ist Herr Westenthaler für eine quartalsmäßige Untersuchung aller Kinder auf sexuellen Misbrauch.

Hat er sich auch nur zehn Minuten /wirklich/ Gedanken gemacht, was seine Vorschläge denn eigentlich bedeuten? Ob Sexualstraftäter wirklich wegen längerer angedrohter Haftstrafen von ihrem (oftmalig im Affekt verübten) Taten Abstand nehmen würden? Hat er bedacht, was für Probleme er verursacht, wenn er Menschen, die ihre Strafe verbüßt haben quasi zwangsweise obdachlos und arbeitslos macht? Was das für die Rückfallquote bedeutet? Was eine quartalsmäßige Misbrauchsuntersuchung anrichten kann?

Find ich traurig, dass so ein kontraproduktiver Populist ein Vertreter des Volkes sein darf.

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